Brudloff
Brudloff’s Malerei entsteht aus einem offenen Prozess von Setzung, Überlagerung und Veränderung. Farbe wird aufgetragen, zurückgenommen, überarbeitet und neu gegeneinander gesetzt. Dabei wechseln sich spontane Entscheidungen mit Phasen bewusster Verdichtung und Reduktion ab.
Die Arbeiten folgen keiner vorgegebenen Bildidee. Formen und Räume entwickeln sich im Malprozess und bleiben in einem Zustand zwischen Ordnung und Auflösung, Ruhe und Bewegung. Sichtbare Spuren früherer Entscheidungen bleiben Teil des Bildes und geben der Oberfläche ihre Geschichte.
Entscheidend ist nicht das Abbild eines konkreten Ortes oder Gegenstandes, sondern der Moment, in dem Farbe, Fläche und Geste eine eigene Präsenz entwickeln. Das Bild wird nicht Illustration eines Gedankens, sondern Ergebnis einer fortgesetzten Auseinandersetzung mit dem, was während des Malens entsteht.
Kurzvita
Brudloff, geboren 1964, lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Halle (Saale).
Nach einer Ausbildung an der ESMOD München beschäftigte er sich ab 2004 intensiv mit klassischer Zeichnung und Malerei am Akthof München und an der Akademie München. 2007–2008 setzte er sich in der Alten Pinakothek durch das Studium und Kopieren historischer Meister mit Maltechnik, Farbe und Komposition auseinander. Von 2008 bis 2011 lebte und arbeitete er in London, unter anderem in den Kensington Palace Studios, und vertiefte seine künstlerische Ausbildung an der Royal Academy of Arts und der Prince’s Drawing School.
Seit 2011 arbeitet Brudloff in Halle (Saale). 2013 und 2018 wurde seine künstlerische Arbeit durch Stipendien der Kloster Bergeschen Stiftung und der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt unterstützt.



