Achim Katzberg
Achim Katzberg braucht nicht viel. Eine Wand, eine Ecke, ein paar Lamellen und Strukturen, wie die gegenwärtige Architektur sie liebt, ein paar Fenster und Spiegelungen. Und in all der ambitionierten Baukunst einsame Menschen, stehend, gehend, manchmal tanzend, aber das ist selten.
Das Großstadtleben, das er abbildet, ist ein einsames. Fast nie interagieren Passanten, und wenn, dann nur elektronisch mit einem unsichtbaren Gegenüber. Was dann aber doch bleibt, bei allem Minimalismus, das ist Rhythmus, das ist eine Choreografie der Farben, der Formen, der Elemente.
Die Straßenfotografie von Achim Katzberg zeugt von seiner Vorliebe für Architektur. Da weiß einer, wie er Gebäude in Szene setzen kann, und wendet dieses Wissen auf seine freien Arbeiten an. Da hat einer einen Blick für die Stadt und ihre Strukturen, die eine Bühne für die Menschen bieten, und verbindet beides in starken, reduzierten Kompositionen. Und schafft es dennoch immer wieder, mit diesen wenigen Elementen Menschlichkeit aufblitzen zu lassen und immer wieder, zumindest auf den zweiten Blick, auch Humor.



