Gottfried Römer
Malerische bewegte Fotografie von Gottfried Roemer:
Die Bilder von Gottfried Römer wirken auf den ersten Blick durch ihren stark ausgeprägten malerischen Charakter nicht als Fotografien im üblichen Sinn. Er sieht in seinen Bildern eine Synthese aus Malerei und Fotografie. Dementsprechend steht sein dafür entwickelter Begriff „Painto“ für die beiden unterschiedlichen Gattungen Painting und Photo, die in seinen Bildern zu einer neu gesehenen Einheit verschmelzen. Es handelt sich im ursprünglichen Sinn um Foto-Grafie, also um Licht-Malerei, die hier durch seine spezielle Art des Fotografierens zu impressionistischer Malerei mit der Kamera wird. Durch experimentelle Techniken der Bewegung während des Belichtungsvorgangs beim Fotografieren (intentional camera movement) entstehen seine Paintos: Bilder der Fantasie zwischen Fotografie und Malerei.
Charakteristisch dafür ist eine Reduktion oder Verschiebung von Formen der Wirklichkeit: Struktur und Kontur befinden sich in einem Auflösungsprozess. Damit wird Aktivität beim Betrachter ausgelöst, der geneigt sein wird, diesen Auflösungsprozess durch imaginäre Ergänzung zu kompensieren und zu subjektivieren. So entstehen ganz eigene Bilder im Kopf.
Zur Darstellung kommt also nicht das Wahrgenommene, sondern der Wahrnehmungsprozess, welcher vom Betrachter ergänzt und weiter entwickelt werden kann. Dadurch subjektiviert sowohl der Fotograf als auch der Betrachter das Gesehene und das Ergebnis ist eine individuelle Impression mit einer ganz eigenen Ästhetik: hier ist ein Loslassen bisheriger Sehgewohnheiten erforderlich…. So erschließen sich völlig neue Sichtweisen und ungewohnte emotionale Zugänge beim aktiven Sehen der Paintos von Gottfried Römer. Es entsteht Freiraum für die eigene assoziative und kreative Fantasie…
Zahlreiche Ausstellungen dokumentieren den Erfolg der Painto-Fotografie im In- und Ausland. (Sylt, Hamburg, München, Berlin, Bologna, Venedig, Florenz, New York, Paris, Art Karlsruhe…)



