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Viglas Schindel
„Der Begriff „Dekonstruktion“ wird in der Philosophie, Kulturwissenschaft und Architektur verwendet. Der Begriff hinterfragt sich kritisch selbst, formuliert aber auch Widersprüche zwischen Inhalt, Form, Text und Bild. Die hier präsentierten Arbeiten sind integraler Teil meiner als Trilogie angelegten Auseinandersetzung mit der Kunstform „Dekonstruction“:
• Teil 1 Urban Deconstruction (abgeschlossen)
• Teil 2 Rural Deconstruction (in Arbeit)
• Teil 3 Human Deconstruction (Arbeitstitel)
Im ersten Teil der Trilogie – Urban Deconstruction – ist die Analyse des urbanen Raums der Metropole Los Angeles der Anlass, bildliche Gegenthesen aufzustellen, komplexe Zeichen und Strukturen zu entwickeln, die zu einer Auflösung von Orten führen, die also ursprünglich einmal konkreter und realer Stadtraum, Architektur und Gebäude waren. Der Bezug zu Los Angeles besteht seit meinem Studium in Los Angeles Mitte der 1970er Jahre.
Im zweiten Teil der Trilogie – Rural Deconstruction – erfolgt die Auseinandersetzung mit dem ländlichen Raum, seiner Vegetation und auch baulichen Umwandlung durch Menschenhand.
Die Ergebnisse sind digital veränderte Fotografien, die graphisch, farblich und künstlerisch verfremdet wurden. Überlagerungen, Spiegelungen, Unschärfen, Kontraste und Farbverschiebungen sind die Mittel, um neue ästhetische Bilder entstehen zu lassen. Zwar lässt sich städtischer und auch ländlicher Raum durchaus erkennen, jedoch sind die Dynamiken und Perspektiven neu gesetzt. Die Vervielfältigung von Objekten und Zeichen, die für den jeweiligen Teil der Deconstruction typisch sind, ergeben neue und komplexe Wirklichkeiten.“
1949 in Hamburg geboren, studierte Viglas Schindel ab den späten 1960er Jahren an der TU Karlsruhe Architektur, nahm 1971 ein Malereistudium bei Dieter Krieg, Peter Ackermann und Markus Lüpertz an der Staatlichen Kunstakademie in Karlsruhe auf und erlangte schließlich seinen Masterabschluss an der School of Architecture and Fine Arts an der University of Southern California in Los Angeles.


