ARTe Kunstmesse Dortmund 2026
Stand noch nicht bekannt

Wolfgang Sobol

Wolfgang Sobols außergewöhnliche Sicht auf die Landschaft zeigt sich in einer, in Ansätzen analytisch-strukturellen, malerischen Verarbeitung seiner Erlebnissphären. Ihm liegt besonders die Darstellung struktureller Eigenarten näher, als das gewöhnliche Erscheinungsbild der gewählten „Naturwesen“, die vornehmlich Bäume sind. Blassfarbene Himmelsverläufe definieren einen endlosen Hintergrund oder möglicherweise den „Sobolschen Horizont“, vor dem seine entkleideten Baumriesen gestisch Wesensmerkmale demonstrieren. Diese Natur sieht er im Wesentlichen und unter dem jetzt herrschenden menschlichen Tun, als eine vom Aussterben bedrohte Art.

Diese Tatsache – die permanente Vergänglichkeit des für unser Bewusstsein zugänglichen Bereiches – ist tiefgründig in seinen Werken verwoben. Sobols charakteristische Darstellungsweise wirft demnach einen Blick auf die Wesen unseres nächsten Umfeldes und deren Vorfahren, die menschliches Schaffen zwingend ermöglicht haben. Diese Baumriesen erinnern an Gehilfen menschlicher Daseinsweise und zeigen gleichzeitig in ihrer eigenen Vergänglichkeit das Wirken universeller Kräfte. In diesem Kontext könnte man hier von einer neuen Sicht in der Landschaftsmalerei sprechen!

Ein reizvoller und eigenwilliger Aspekt der künstlerischen Tätigkeit besteht in der Fixierung der geographischen Koordinaten derjenigen Objekte, die als Ursprung der Inspiration dienten.

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