Nia Steck
„In meiner künstlerischen Arbeit beschäftige ich mich mit den Prozessen von Natur, Zeit und Vergänglichkeit. Ausgangspunkt sind Pflanzenfragmente, organische Strukturen und Ausschnitte aus der Natur, die ich als Träger von Wandel und Transformation verstehe. Mich interessieren insbesondere die stillen Übergänge – Momente, in denen sich Formen verändern, auflösen oder neu entstehen.
Ich arbeite mit reinen Pigmenten, matten Oberflächen, Kohle, Conté und Acrylfarben. Durch Schichtung und Verdichtung entwickle ich Bildräume, die sich zwischen Figuration und Abstraktion bewegen. Dabei steht die Materialität im Vordergrund: Sie verleiht den Arbeiten eine unmittelbare Präsenz und zugleich eine fragile, offene Qualität.
Die Natur dient mir nicht als exakte Vorlage, sondern als Ausgangspunkt für eine Verdichtung von Wahrnehmung. Meine Arbeiten verstehen sich als Reflexionsräume, in denen äußere Beobachtung und innere Erfahrung ineinandergreifen. Ziel meiner Arbeit ist es, die leisen Prozesse des Wandels sichtbar zu machen und Vergänglichkeit als essenziellen Bestandteil des Lebens erfahrbar werden zu lassen.“



