Meng Zhao
„Meine künstlerische Arbeit ist geprägt durch die Dekonstruktion architektonischer Linienführungen und deren Übertragung in ein abstraktes, dynamisches System. Basierend auf meinem Hintergrund in Architektur und Internationalen Beziehungen (University of Oregon) sowie einem deutschen MBA, betrachte ich die Leinwand als ein multidimensionales Kraftfeld. Im Zentrum meines Schaffens steht das Spannungsverhältnis zwischen Raum und Bewegung.
In der Serie „Movement“ untersuche ich die komplexen Identitätsrollen als Mutter, Kind, Ehefrau und Individuum im Kontext von sozialen Makrosystemen und familiären Mikroumgebungen. Die 1,80 m breite Arbeit fungiert als visuelle Metapher für diese ständigen Aushandlungsprozesse zwischen Selbstbestimmung und äußeren Erwartungen. Jede Geste auf dem Triptychon ist eine Reaktion auf die vorangegangene, wodurch eine Kontinuität entsteht, die über die physischen Grenzen der Rahmen hinausgreift.
Durch die Schichtung von Ölpastell und Acryl schaffe ich eine haptische und visuelle Struktur, die die Dynamik dieser Lebensbewegungen innerhalb eines definierten Raumes erfahrbar macht. Es ist die Suche nach einer strukturellen Integrität hinter der emotionalen Komplexität dieser Rollenbilder.“



