Iris Kienle
„In meinen Arbeiten setze ich mich mit Oberfläche, Zeit und Material auseinander. Sand, Muscheln, Strukturpaste und Ölfarben bilden die Grundlage meiner Werke. Diese Materialien tragen Spuren von Herkunft, Bewegung und Veränderung in sich und werden in einem vielschichtigen Arbeitsprozess miteinander verbunden.
Schicht für Schicht entstehen Bildräume, in denen sich Ordnung und Auflösung, Ruhe und Spannung begegnen. Die Strukturen sind nicht nur sichtbar, sondern erfahrbar – sie laden dazu ein, mit dem Blick zu verweilen und die Tiefe der Oberfläche zu erkunden. Licht verändert die Wahrnehmung der Arbeiten stetig und macht jede Begegnung einzigartig.
Meine Malerei bewegt sich zwischen Abstraktion und Erinnerung an Landschaften, Erdschichten oder geologische Formationen. Dabei geht es mir weniger um Abbildung als um Atmosphäre und Präsenz. Die Werke entstehen aus einem dialogischen Prozess mit dem Material, in dem Zufall und bewusste Entscheidung gleichwertig nebeneinanderstehen.
Jede Arbeit ist ein Unikat. Sie trägt Spuren von Zeit, Handwerk und Verdichtung – als eigenständiges Objekt im Raum und als Einladung zur stillen Betrachtung.“



